(Freiburg) Am vergangenen Sonntag wurde in der Adelhauser Kirche mit der Bitte um Verständnis verkündet, dass die kommende heilige Messe in der außerordentlichen Form des römischen Ritus, am 18. Juli 2010 leider nicht stattfinden könne. Grund für die Absage ist der wohlverdiente Jahresurlaub des für die Kirche zuständigen Priesters, seiner Haushälterin und des dortigen Messners. So haben nun auch der eingeteilte Zelebrant H.H. Pfr. Pieper, die Ministranten und die Gläubigen "Urlaub von der 'Alten Messe' ".
"Wir haben einen guten Kontakt zu den Priestern um Pater Gerstle der Petrusbruderschaft, der im Dom regelmäßig Beichte hört und selbstverständlich die Einheit mit mir als Bischof pflegt." Bischof Franz-Josef Overbeck von Essen in einem Interview mit der Tagespost vom 10. Juni 2010
Auf seinem Blog "Politisch Unpolitisches" lies Stanislaus, die Leser über ihr Unwort des Jahres 2009 abstimmen. Mit 47% der Stimmen wählten diese den Begriff:
Konzilsanerkenner
Stanislaus schreibt in seinem Kommentar unter anderem:
"Was aber nun ist eigentlich der Konzilsanerkenner? Er gehört zu jenen, die sowohl vom Papst als auch von den Piusbrüdern eine bedingungslose Anerkennung der Beschlüsse des II. Vatikanischen Konzils fordern, ohne diese offensichtlich selbst je gelesen zu haben - oder sie filtern die Beschlüsse heraus, die für den Konzilsgeist einfach zu unbequem sind. Das Konzil bedeutet für ihn Liturgie in der Muttersprache und mit Kommunionhelfern dem Volke zugewandt, Ökumene als Dialog mit der Evangelischen Kirche in Deutschland auf Augenhöhe mit dem Ziel der Interkommunion, dem sich Rom bislang immer noch entgegenstellt. Alles muß grundsätzlich erlaubt sein, was dem Konzilsgeist gefällt, nur nicht die alte Messe!"
am Sonntag, 29.11.09,
19.00h "Generation Benedikt"
Radio Horeb sendete am Sonntag, den 29.11.2009 um 19.00 Uhr in der Sendung "Generation Benedikt" ein Interview mit Frau Rheinschmitt, Vorsitzende der Laienvereinigung für den klassischen römischen Ritus in der Katholischen Kirche e.V., Pro Missa Tridentina.
Sie können das Interview im Archiv von Radio Horeb nachhören: Interview anhören
In einem Bericht auf ihrem Internet-Blog "Literatur und Leben" schildert Benita, eine katholische Journalistin und Texterin, sehr beeindruckend ihre persönliche Erfahrung mit der "Alten Messe" und deren Wirkung.
Alte Messe in Rom
"Noch ein Nachtrag zu meiner Romreise. Oder vielmehr eine wunderbare Erfahrung, mit der die Erkenntnis verbunden war, daß ich die Wirkung der Alten Messe unterschätzt hatte. An unserem letzten Abend spazierten wir am Tiber entlang und machten uns auf den Weg zur Ss. Trinità dei Pellegrini. Nicht nur, um den berühmten Guido Reni zu sehen. Ich hatte meiner Freundin, mit der ich gereist war, so oft von der Alten Messe erzählt, daß sie neugierig geworden war. Dennoch hatte ich Bedenken. Sie hatte nie Latein gelernt, ist eher naturwissenschaftlich gebildet, beschäftigt sich nicht mit liturgischen Fragen. Würde sie mit einer stillen Messe überhaupt etwas anfangen können? Ohne die schönen Gregorianischen Gesänge, die fast jeden anrühren und bewegen. Nur der Priester und der Ministrant, mit dem Rücken zu den Gläubigen, leise sprechend. Wir knien, und ich schaue vorsichtig und ein bißchen ängstlich zur Seite, um das Gesicht meiner Freundin zu sehen. Sie sieht konzentriert aus. Als wir die Kirche verlassen, ist sie den Tränen nahe. Weil alles so feierlich war, so würdevoll, so bewegend. Die Gläubigen so still und andächtig waren und die lateinische Sprache, die sie nicht versteht, sie auf einer anderen, tieferen Ebene berührt hat. Nichts daran kam ihr fremd oder abweisend vor. Und ich hatte in diesem Moment etwas Wichtiges verstanden: Man muß keine Bücher lesen, um die Alte Messe zu besuchen, und erst recht muß man sich keiner bestimmten Fraktion in der Kirche zugehörig fühlen. Man muß weder Nostalgiker sein, noch braucht man Avantgarde-Bewußtsein. Die Alte Messe ist für alle da, nicht nur für die Gebildeten. Auch für sensible junge Frauen, für einfache Leute, für Kinder. Gott hat jedem ein Gespür für das Heilige geschenkt, auch wenn es oft verschüttet ist. Das Schöne kann man jedem zumuten, und das, was immer gültig ist, war und sein wird, muß niemandem erklärt werden. Das Einzige, was den Zugang versperrt, ist das leider weitverbreitete Ressentiment der überlieferten Form gegenüber. Wer die Alte Messe liebt, darf sich nicht abschotten, denn das wäre egoistisch. Man muß diesen Schatz mit anderen teilen."
Herzlichen Dank an die Autorin für diesen Bericht.
Ss. Trinità dei Pellegrini ist die Kirche der Personalpfarrei der Priesterbruderschaft St. Petrus in Rom. Für weitere Informationen: hier klicken
Vom 1.-8. November können die Gläubigen täglich zu den gewohnten Bedingungen (Kommunion, Beichte innerhalb von acht Tagen, Gebet in den Intentionen des Hl. Vaters) für die Armen Seelen im Fegfeuer einen Ablass gewinnen, indem sie einen Friedhof besuchen und für die Verstorbenen beten.
SANCTE MICHAEL ARCHANGELE,
defende nos in proelio
contra nequitiam et insidias diaboli
esto praesidium.
'Imperet illi Deus', supplices deprecamur:
tuque, Princeps militiae coelestis,
Satanam aliosque spiritus malignos,
qui ad perditionem animarum
pervagantur in mundo,
divina virtute, in infernum detrude.
Amen.
Heiliger Erzengel Michael,
verteidige uns im Kampfe;
gegen die Bosheit und die Nachstellungen
des Teufels, sei unser Schutz.
'Gott gebiete ihm', so bitten wir flehentlich;
du aber, Fürst der himmlischen Heerscharen,
stoße den Satan und die anderen bösen Geister,
die in der Welt umherschleichen,
um die Seelen zu verderben,
durch die Kraft Gottes in die Hölle.
Amen.